Android ohne Google – Motivation

Für mich persönlich gibt es drei gute Gründe, mein Smartphone ohne Google zu betreiben (und meine Erfahrungen damit zu teilen):

SPASS

Es macht mir schlicht und ergreifend Spaß, Möglichkeiten zu suchen und zu finden, Daten- und Plattformkapitalisten wie Google eine lange Nase zu drehen.

SELBSTBESTIMMUNG

Ich könnte natürlich darauf vertrauen, dass meine personenbezogenen Daten auch von Google (genauer der Google Limited Liability Company) entsprechend der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erhoben und verarbeitet werden. Oder dass ich im Fall eines Datenlecks wenigstens darüber informiert werde. Ich kann den Schutz meiner Daten aber auch so weit wie möglich selbst bestimmen, indem ich sie z.B. Google erst gar nicht zur Verfügung stelle.

INTEGRITÄT

Ich beziehe mich im folgenden vor allem auf die Presseberichte der EU-Kommission vom 27.06.2017 und 18.07.2018.

Google missbraucht seine marktbeherrschende Stellung, wenn es

  • seinen eigenen Preisvergleichsdienst ganz oben in den Suchergebnissen platziert
  • bei Herstellern von Android-Geräten und Betreibern von Mobilfunknetzen die Vorinstallation seiner eigenen Apps erzwingt
  • den Vertrieb von Android-Forks, die Google-Apps enthalten, verhindert.

Dadurch wird der Wettbewerb manipuliert und die Wahlfreiheit des Konsumenten eingeschränkt.

Mit der Ablehnung von Google-Produkten lehne ich gleichzeitig ab, dass

  • personenbezogene Daten vermarktet werden  (bei PC Mag UK gibt es einen sehr aufschlussreichen Artikel dazu)
  • der Wettbewerb manipuliert wird
  • die Freiheit von Konsumenten eingeschränkt wird.

Das stört zwar Google kein Stück, aber ich kann wenigstens morgens noch in den Spiegel schauen, weil ich (zumindest in diesem Punkt) meinen Überzeugungen entsprechend gehandelt und meine Ideale nicht meiner Bequemlichkeit geopfert habe.