Was ist alles Google auf deinem Smartphone?

Viel mehr, als du auf den ersten Blick siehst, so viel ist sicher.

Anwendungen, die das G(oogle) schon im Namen tragen, sind offensichtlich: So zum Beispiel Google (Suche), Gmail und Google Drive. Bei anderen Anwendungen offenbart sich die Verbindung mit Google erst beim Öffnen: zum Beispiel Fotos (die App mit dem Windrädchen) und die Anwendungs-Gruppe Docs, Tabellen und Präsentationen. Bei wieder anderen Anwendungen deutet gar nichts auf eine Verbindung mit Google hin: So zum Beispiel YouTube, Kalender und Kontakte. Und das sind nur die Anwendungen, die im Drawer, also in der App-Übersicht, von der aus du Zugriff nimmst, zu sehen sind. In den Einstellungen unter „Apps” schlummern noch mehr, aber dazu komme ich später.

Insgesamt gibt es über 200 mehr oder weniger leicht zu erkennende Google Apps und Dienste, von den sich eine beträchtliche Auswahl ganz sicher auch auf deinem Smartphone tummelt. Im Zweifel einfach mal zu „Appname” (und „Google”) recherchieren, dann sollte das Geheimnis gelüftet werden können. Auch die App „App Inspector” aus dem Yalp Store (oder Google Play Store) kann dabei behilflich sein. Die Apps, die die Google LLC im Play Store anbietet, kann man auf verschiedene Weisen betrachten: Für die einen sind das Apps wie alle anderen auch, für die andere sind es tolle Anwendungen von Google für den Kunden. Für mich sind es in erster Linie Tools, die Google verwendet, um Daten zu sammeln. Wer wissen möchte, wie viele Berechtigungen eine App tatsächlich erhält und wie viele Tracker eine App bei der Installation gleich mitbringt, dem sei die App bzw. der Dienst Exodus Privacy empfohlen. Im Yalp Store kann diese Information bei jeder App abgerufen werden.

Wenn du beim Verknüpfen solcher Apps mit deinem Google-Konto nicht zimperlich warst und die dazugehörigen Einstellungen nicht überprüft hast, liegen die Inhalte dieser Apps, also Fotos, Termine, Kontakte usw. usf. jetzt fröhlich auf einem Google-Server. Herzlichen Glückwunsch!

Ob man das allein schon unvertretbar findet, sei jedem selbst überlassen. Fakt ist, dass Google (genauso wie Facebook) Daten sammelt, Daten vermarktet und diese Daten nachweislich missbraucht hat.

Wem das noch nicht reicht, der kann sich in „Move fast and break things” von Jonathan Taplin über die Denkweise von Google-Gründer Larry Page und den Auswirkungen von Google auf unsere Gesellschaft belesen. Amazon und Facebook werden in dem Paket gleich mitgeliefert.