Verbraucherwahl

Wie heißt es so treffend in einem Lied der Ärzte: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es wär’ nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ (Deine Schuld, Geräusch, 2003).

Wir sind nicht machtlos. Wir haben die Wahl. Wir müssen sie nur nutzen!

Ich führe hier kurz drei Beispiele auf, die auf persönlicher Erfahrung beruhen, und bin überzeugt, dass sich das Prinzip Verbraucherwahl mühelos auf andere Bereiche transferieren und anwenden lässt.

Dir passt nicht, dass deine Bank dein Geld in Atomsprengköpfe und Atomwaffenträgersysteme investiert? Dann wähle eine andere Bank! Eine informative Zusammenstellung zum Thema Banken und Waffen gibt‘s bei Urgewald.
Ich persönlich bin seit 2011 bei der GLS Bank.

Dir passt nicht, dass im Zeitalter der erneuerbaren Energien und deren nachweislich ausreichender Kapazität in Deutschland immer noch Kohlekraftwerke gebaut und geplant werden? Zugegeben: Du kannst deren Neubau und Neuplanung wahrscheinlich nicht direkt verhindern. Aber du musst auch auf gar keinen Fall die mit ihnen gewonnene Energie kaufen. Wähle ein anderen Stromanbieter! Eine Auswahl von Ökostromanbietern gibt‘s bei Utopia.
Ich persönlich bin seit 2011 bei Naturstrom.

Dir passt nicht, dass dein Smartphone die Garantieleistung oder sogar die Funktionalität verliert, weil du es mit Ersatzteilen unabhängiger Dienstleister hast reparieren lassen? Wähle einen anderen Hersteller! Einen Vergleich zweier sogenannter Socialphones gibt‘s bei smartphonepiloten.
Ich persönliche benutze nach einem Shiftphone ein Fairphone.

Keiner von uns kann die Welt im Alleingang retten. Aber wir können sie mit jeder unserer Entscheidungen für oder gegen ein Produkt besser machen. Und das ist eigentlich nicht nur unser Recht, sondern sogar unsere Pflicht!

"Wenn die Produktion irgendeiner Ware auf Kosten menschlichen Lebens geht, dann sollte die Gesellschaft auf diese Ware verzichten, nicht aber auf dieses Leben." Emma Goldman