Installation von GNU/Linux am Beispiel von Fedora

Meiner Meinung nach ist das einzige Manko der GNU/Linux-Distribution Fedora der Installer. Aber: Es lohnt sich, ihn auszuführen! Bevor du das tust, sicher bitte deine Daten!

Am bequemsten ist es, mit dem Fedora Media Writer einen “Live USB-Stick” zu erstellen. Nach dem Download und der Installation einfach das Programm öffnen, USB-Stick anschließen, Fedora Workstation auswählen und auf “Create Live USB” klicken. Alternativ kann man auch das iso-Image herunterladen und auf eine DVD brennen. Die Standard-Desktop-Umgebung ist Gnome (siehe Screenshot), eine andere wie z.B. KDE kann später jederzeit nachträglich installiert werden.

Sowohl der USB-Stick als auch die DVD ermöglichen eine Live-Installation. Dass heißt, du kannst dir Fedora erst mal in aller Ruhe anschauen, bevor du es installierst. Nachdem du deine Daten gesichert hast, schließt du den USB-Stick an oder legst die DVD ins Laufwerk und startest deinen Computer neu. Idealerweise bootet das Sytem jetzt vom entsprechenden Medium, ansonsten musst du es im Bios (je nach Hersteller häufig erreichbar über F12, F10 oder Esc) auswählen. Eine wundervolle grafische Übersicht der Installation, auf die ich auch verlinken werde, gibt es hier. Die Auswahl im Boot-Menü steht auf “Start Fedora-Workstation-Live 28”, so dass du einfach nur die Eingabetaste zu drücken brauchst. Das booten dauert ein bisschen, aber irgendwann begrüßt dich der Fedora Desktop in der Live-Installation zum Ausprobieren (Try Fedora) und natürlich zum Installieren (Install to Hard Drive). Wenn du dich (vor oder nach dem Ausprobieren) für die Installation entscheidest, startet der Installer. Hier wählst du als erstes die Sprache aus. Dann gelangst du zu einem weiteren Bildschirm auf dem du zunächst die Belegung deiner Tastatur (meistens Deutsch ohne Akzenttasten) und die Zeitzone (in meinem Fall Europa, Berlin) auswählst. Dann geht es daran, das Installationsziel für’s System festzulegen: Du gelangst zu einer Übersicht, die deine Festplatte(n) auflistet und dir die Konfiguration ermöglicht. Klicke deine Festplatte(n) an, wähle dann unter Konfiguration “angepasst” und klicke oben links auf “Fertig”. Du gelangst zum Partitions-Bildschirm. Für den einfachen Fall, dass du dein System komplett neu aufsetzen möchtest, wähle alle noch vorhandenen Installationen einzeln(!) aus und lösche sie mit einem Klick auf minus (-). Ist die Übersicht leer, wähle im Dropdown-Menü Standard-Partition und klicke dann darüber auf “Automatisch einrichten”.   Die einzelnen Einhängepunkte können über die rechte Seite der Oberfläche bearbeitet werden. Hier eine beispielhafte Übersicht: /home: 232 GB: /boot/efi: 200MB, /boot: 1024MB, swap: 7 GB und /(system): 223 GB. Dann wieder oben links auf “Fertig” klicken und die Änderungen im Popup bestätigen. Auf dem nächsten Bildschirm unten rechts auf “Installation starten” klicken und los geht’s! Warte die Installation ab und klicke dann unten rechts auf “Beenden”. Klicke dann, noch in der Live-Installation auf den Power-Knopf oben rechts und wähle Neustart. Entferne in dem Zeitfenster zwischen Neustart und Bootvorgang das Installationsmedium. Das System sollte jetzt automatisch booten und dich wenig später “Willkommen!” heißen.

Im nächsten Beitrag geht es um die grundlegende Einrichtung von Fedora.