Alles gut!?

Ich sitze draußen und lese eine Sozialreportage über die zunehmende Obdachlosigkeit in Seattle. Aus dem Gespräch zweier Spaziergänger*innen schallt ein „Alles gut!” herüber.

„Alles gut!” wird gerne erwidert, wenn jemand im Begriff ist, sich zu entschuldigen. Es soll vermutlich bedeuten, dass es keiner Entschuldigung bedarf. Oder dass das Entschuldigte schon verziehen und vergessen ist.

Mittlerweile gehört „Alles gut!” ebenso zum Alltag wie Menschen, die den Müll durchwühlen oder unter Brücken schlafen.