Alternativen zu Amazon

Amazon ist scheiße. Nicht für den Kunden, nicht für Dich. Aber für die Menschen, die unter anderem bei Foxconn eines der Amazon-eigenen Produkte wie den eBook-Reader Kindle herstellen. Das Ding macht seinem Namen keine Ehre: Alles was es anfacht, ist den Verkauf von Amazon-eBooks, die unmenschlichen Bedingungen, unter denen bei Foxconn (aber auch bei Amazon selbst in Deutschland) gearbeitet werden muss, fallen unter den Tisch.

Amazon hat aber auch alles, hat es schnell und hat es billig. Den Preis dafür zahlt nicht der Kunde, zahlst nicht Du, sondern die Menschen, die bei Foxconn in China und bei Amazon weltweit arbeiten. weiter lesen

Foxconn

"Wenn die Produktion irgendeiner Ware auf Kosten menschlichen Lebens geht, dann sollte die Gesellschaft auf diese Ware verzichten, nicht aber auf dieses Leben." Emma Goldman

Eigentlich wollte ich heute endlich meine Meinung zu Apple schreiben. Dass ich mit meiner Recherche beim Zulieferer Foxconn angefangen habe, ist naheliegend. Dass ich gar nicht mehr aufhören konnte, lässt nichts Gutes ahnen.  Denn im Gegensatz zu Amazon, Google und Facebook ist Foxconn nicht offensichtlich und trotzdem überall.

Obwohl ich ein ziemlich schlechtes Gedächtnis habe bzw. noch nicht herausgefunden habe, nach welchem verqueren Prinzip es funktioniert, gibt es Nachrichtenberichte, die mir vor meinem inneren Auge stehen, als wäre es gestern gewesen. Als Saddam Husseins Truppen 1991 die Ölfelder Kuwaits in Brand steckten war ich 11 Jahre alt. 10 Jahre später lassen al-Qaida Terroristen entführte Flugzeuge ins World Trade Center krachen. Als 2008 die Bankenkrise beginnend mit der Pleite der Lehmann Brothers Investmentbank schockwellenartig um den Globus ging war ich noch amüsiert, als 2011 die Welle der Bankenrettung folgte empört. Als es im gleichen Jahr in Fukushima zur nuklearen Katastrophe kam, war mein Weltempfinden ziemlich apokalyptisch. Worauf ich hinaus will, ist folgendes: Keine dieser Schlagzeilen hat sich wiederholt. Ganz anders mit den Berichten über Suizide bei Foxconn. weiter lesen

Warum eigentlich nicht Amazon?

Die Liste der Vorwürfe gegen Amazon ist schier endlos: Steuervermeidung, Marktmachtmissbrauch, unmenschliche Arbeitsbedingungen… Wem die Schlagzeilen nicht reichen, der kann einen zweiten Eindruck durch ausführen der Suche “Amazon Kritik” bekommen. Und wer es ganz genau wissen möchte, kann sich im Amazon-Watchblog informieren. Hier wird nicht nur über die Vorwürfe gegen, sondern auch die Stellungnahmen des Online-Versandhandels zu selbigen berichtet. Kann man alles machen, aber um es vorwegzunehmen: Spaß  macht es nicht.Ich kann und will Ihnen die Entscheidung, Ihr Amazon-Konto weiter zu nutzen oder zu löschen, nicht abnehmen. Ich kann Ihnen nur sagen, was Sie im Fall einer Löschung berücksichtigen sollten.

Bevor ich fortfahre: Überlegen Sie sich kurz, wie viel Geld Sie bei Amazon für elektronische Produkte ausgegeben haben, sei es durch Kauf, Leihe oder Streaming: eBooks, Musik, Filme, Hörbücher … Jetzt machen Sie sich bewusst, dass Sie die meisten dieser Produkte bei Löschung Ihres Kundenkontos nicht behalten können – zumindest wenn es nach Amazon geht. Jetzt denken Sie vielleicht, dass sei eher ein Argument dafür, Ihr Kundenkonto zu behalten.  Tatsächlich möchte ich Ihnen nur die Illusion nehmen, dass Sie freiwillig bei Amazon bleiben. Genau genommen kettet Amazon Sie an sich und Sie lassen es mit sich machen. Die meisten der elektronischen Produkte sind an Ihr Kundenkonto gebunden und gehen mit der Löschung desselben verloren. So verhält es sich mit vielen der Services von Amazon: Sie denken, die Möglichkeit der Expresslieferung sei ein toller Service und es wert, dafür zu bezahlen? Denken Sie, Amazon tut Ihnen damit einen Gefallen? Amazon nutzt Sie aus, schon wieder. Es geht nicht darum, dass Sie Ihr Wunschprodukt schnell verwenden können. Es geht nur darum, dass Sie es schnell haben. Denn was Sie haben, schicken Sie nachweislich seltener zurück, als dass Sie etwas stornieren, dass Sie noch nicht haben. Und Sie bezahlen auch noch dafür. Haben Sie außerdem die riesigen Ressourcen vernichtenden Fuhrparks gesehen, die nötig sind, um diesen Service anbieten zu können? weiter lesen